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Die Entstehung eines Problems

10.10.2010

OK, ein Jahr ist vergangen und außer Sex ist nichts gewesen. Ich erkenne, es gibt einen Unterschied zu unseren Freunden, die innerhalb von 3 Monaten schwanger waren. Rieke hat zunehmende Zweifel an ihrer Fruchtbarkeit und wird ungeduldig, ihr Wunsch nach einem Kind ist schon so groß. Sie durchwühlt das Internet und hat bereits so einige Hiobsbotschaften zu Tage befördert. Sie investiert viel Zeit und Nerven in das Thema Kinderwunsch.

Die Anspannung führen zu Konflikten. “Dich interessiert es ja gar nicht, ob wir ein Kind bekommen können” und ähnliche Sätze werden mir vorgeworfen. Das ist nicht ganz richtig. Zwar kümmere ich mich tatsächlich nicht um Behandlungsmöglichkeiten, aber nicht, weil es mich nicht interessiert, sondern weil ich schlichtweg Angst vor dem Thema habe. Ich mag keine Probleme und umschiffe diese gerne.

Wir haben Sex, es fühlt sich gut an, aber der Gedanke, es handelt sich dabei auch um einen Akt der Fortpflanzung geistert immer öfter in meinem Kopf herum. Also gestehe ich mir ein, dass ich nicht mehr drum rum komme, mir auch Gedanken über die weiteren Schritte zum eigenen Baby zu machen. Welche Schritte kann man in einer solchen Situation gehen? Ist es tatsächlich nur die Kinderwunsch-Klinik? Oh Gott, wir gehen in eine Klinik, um uns ein Kind zu machen… machen zu lassen?! Das klingt eher nach Desinfektionsmittel und Leuchtstoffröhren als nach der Entstehung eines süßen Kindes durch echte Liebe. Wir entscheiden uns dennoch für einen ersten Termin, der unsere Fragen zu Optionen machen soll. Entscheiden können wir uns dann immer noch.

 

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