Gesellschaftlich

Leihmutterschaft – Der einfache Weg zum Wunschkind

07.03.2017
Helges Gedanken zu Leihmutterschaft

Leihmutterschaft - Der einfache Weg zum Wunschkind

Im Laufe meines Kinderwunsches habe ich Grenzen übertreten, die ich vorher für unüberwindlich hielt. Jetzt, wo nahezu auszuschließen ist, dass meine Frau selbst ein Kind austragen kann, habe wir den Blick wieder schweifen lassen. Wir haben in der Kinderwunsch-Landschaft nach anderen Wegen geschaut und eine neuen Grenze entdeckt, die zur Leihmutterschaft.

Der Weg zu eigenen Kindern kann lang sein. Bei uns begann er mit einem wagen „Lass uns mal die Pille absetzen“, schlängelte sich vorbei am ersten Frust, Untersuchungen beim Frauenarzt, einem Besuch beim Urologen, ersten Hormonpräparaten, Ernährungsumstellungen, Temperaturmessung, Sex nach Plan und führte dann zu einer Kinderwunsch-Klinik. Als auch dort die ersten Operationen und IUIsIntrauterine Insemination keine Resultate brachten, blieb nur eine ICSIIntrazytoplasmatische Spermieninjektion.

Erst nachdem diese erfolglos war, stand plötzlich die Frage im Raum: Wollen wir ein Kind adoptieren? Diese Frage haben wir für uns verneint. Einige der Gründe habe ich schon verbloggt. Doch bei dieser Möglichkeit bleibt es in der heutigen Zeit nicht mehr.

Die weitere Alternative: eine Leihmutter.

Ich frage mich, wie weit möchte ich gehen, um meinen Traum von eigenen Kindern zu verwirklichen. Welche Aspekte und Umstände würde solch ein Verfahren mit sich bringen. Kann ich es ethisch und moralisch vertreten? Puh, das Thema ist komplex, anspruchsvoll und muss wohl ausführlicher behandelt werden.

Leihmutterschaft gibt es noch lange

Leihmutterschaft, surrogate Mutterschaft oder auch Mietmutterschaft ist eigentlich nicht neu. Schon in der Bibel (1. Buch Mose – Genesis, Kapitel 16) kann Sarai ihrem Mann Abram kein Kind gebären. Daher überträgt sie diese Aufgabe auf ihre Magd Hagar, mit der Abram ein Kind zeugt. Ob ihm diese außereheliche Zeugung ein Gräuel oder eine Freude war, ist leider nicht überliefert. Schließlich bringt jedoch die Magd Hagar seinen Sohn Ismael zur Welt.

Seit dieser Zeit hat sich die Leihmutterschaft stark gewandelt. Anfangs waren die genetischen Eltern noch die Leihmutter und der Auftrag gebende Mann. Dann wurde der Geschlechtsakt durch das Einspülen von Sperma in die Vagina umgangen, doch erst mit der künstlichen Befruchtung außerhalb des Körpers (IVFIn-vitro-Fertilisation)wurde die Leihmutter genetisch von dem Kind entkoppelt. Nach diesem Verfahren wurde erstmals 1978 in England ein Kind geboren – der bekannte Fall von Louise Brown. Von da an hat die Leihmutter nur die Aufgabe den genetisch fremden Embryo zu empfangen und ihn bis zur Geburt in ihrem Bauch zu tragen.

Mittlerweile wird die IVF präzise und erfolgversprechend durchgeführt, sodass es kaum verwunderlich ist, dass die Zahl der Kinder aus einer Leihmutterschaft auf über 2 Millionen gestiegen ist.

Leihmutter im Handumdrehen gefunden

Eine Leihmutter zu bekommen ist nicht schwer, so scheint es. Zwar ist die Leihmutterschaft in Deutschland verboten, wer aber etwas recherchiert, wird im Ausland hingegen schnell fündig. In der Ukraine beispielsweise, wirbt das medizinische Zentrum Biotexcom in Kiew intensiv mit seinen Leistungen. Dort ist derzeit das „All-Inclusive ECONOMY-PLUS“-Paket für 29.900 € im Angebot und enthält alle anfallenden Gerichtskosten, die komplette medizinische Versorgung und Unterbringung der Wunscheltern in einem gemütlichen Zimmer. Ist der Anspruch an den Komfort höher, kann auch das „All-Inclusive VIP“-Leihmutterpaket für 49.900 € gebucht werden. Es bietet Leistungen, wie einen persönlichen Chauffeur und eine 100-150m² Wohnung mit eigener Haushälterin für die notwendigen Aufenthalte in Kiew. Die Klinik wirbt mit einem ISO 9001-Zertifikat, das für ein Qualitätsmanagementsystem (QM-System) steht, dem eine Organisation zu genügen hat, um Dienstleistungen anbieten zu können, welche die Kundenerwartungen erfüllen.

So sieht das Ganze in der Werbung aus (1:39 Min. Ausschnitt):

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Den vollständigen Werbeclip könnt ihr euch hier anschauen.

Die Hürden sind augenscheinlich nicht sehr groß und der Ablauf unkompliziert:

  1. Telefonisch oder per Mail Kontakt aufnehmen.
  2. Mit einigen ärztlichen Unterlagen nach Kiew fliegen und den gewünschten Leihmutter-Vertrag unterschreiben.
  3. Zu einem zweiten Besuch nach Kiew fliegen, die Stimulation der Eierstöcke und Eizellentnahme durchführen, sowie die Samenspende abgeben.
  4. Zum dritten Mal nach Kiew fliegen, um das Kind abzuholen.

Der Rundumservice schließt nahezu alle Unannehmlichkeiten aus. Es klingt ganz einfach und machbar. Die Erfüllung meines größten Traumes, ein eigenes Kind, ist da prinzipiell zum Greifen nah.

Leihmutterschaft auf Augenhöhe

Es gibt im US-Bundesstaat Kalifornien aus Sicht der Kinderwünschler eine paradiesische Gesetzeslage, die einen direkten Eintrag als Mutter und Vater in der Geburtsurkunde ermöglicht. Dort ist es möglich den Kontakt zur Leihmutter zu suchen und über die Zeit der Leihmutterschaft hinaus zu pflegen. Der offene Umgang, der aus Sicht der Agenturen sogar erwünscht ist, vermittelt mir den Eindruck einer hohen Transparenz und gleichwertigen Behandlung aller Vertragspartner. Auch die Verträge werden individuell ausgehandelt, sodass es der Leihmutter und den zukünftigen Eltern erlaubt ist, eigene Vorstellungen mit einzubauen. Jeder kann seine Wünsche äußern, bekommt einen Rechtsanwalt zur Seite gestellt und wird psychologisch begleitet. Durch dieses Verfahren ist eine Geschäftsbeziehung auf Augenhöhe möglich.

Die Zeit hat ein kurzes Interview mit einer Frau geführt, die mit Hilfe einer Leihmutter aus Kalifornien Mutter geworden ist. Sie erwähnt, dass die Leihmutter in ihren Augen eine Amme ist. Sie hat sich um das Kind gekümmert, aber es wird von ihr, der jetzigen Mutter, geliebt.

Die Kosten sind aber auch entsprechend höher (siehe Interview).

Der Weg ist einfach

Wenn ich mir nun die drei Argumente anschaue, spricht für mich rein faktisch nichts gegen eine Leihmutterschaft. Es ist nicht kompliziert an Leihmütter zu kommen, die Situation in Kalifornien ermöglicht eine partnerschaftliche Beziehung zu der Tragemutter und letztlich ist Leihmutterschaft der nächste, logische Schritt in der Evolution der künstlichen Befruchtung. Doch ganz so einfach mache ich es mir und euch nicht. Auf der folgenden Seite widme ich mich den Nachteilen der Leihmutterschaft.

 

Inhaltsverzeichnis

12 Kommentare

  • Antworten Daniel 22.02.2017 um 10:54 Uhr

    Dieser „Artikel“ strotzt vor Fehlern und vorweggenommenen Urteilen.
    Hier nur ganz kurz bevor mir der Hut platzt:

    „Die „Sorgemutter“, also die das Kind übernimmt und großzieht, hat in Deutschland keine Möglichkeit sich als Mutter anerkennen zu lassen“

    Das stimmt nicht. Es ist ausdrücklich in Deutschland möglich ! ich empfehle dir nachdrücklich die Lektüre des BGH Beschlusses (BGH XII ZB 463 13).

    „Viele ausländische Kliniken sind aber auch geübt darin, das deutsche Rechtssystem in diesem Punkt zu umgehen. “

    UMGEHEN ??? Du umgehst das Rechtssystem nicht. Du hälst dich 1:1 an seit 2 Jahren geltendes Recht !

    „Die Agenturen haben in ihren Verträgen bereits geregelt, dass die Leihmutter einer Abtreibung zustimmen muss.“ nein, das stimmt auch nicht.

    Das stimmt nicht! Es gibt tausenden Agenturen, alle haben ihre eigenen Verträge und der Vertrag ist zwischen dir und der Leihmutter !!! Wenn sie das nicht möchte, z.B. aus Glaubensgründen, dann kannst du mit ihr keinen Vertrag schließen wenn dir eine Abtreibung aus medizinischer Sicht wichtig ist. Es gibt sogar, stell dir das mal vor, Leihmütter die selbst bei Gefahr für ihr eigenes Leben keine Abtreibung vornehmen würden.

    „So können Eltern diejenige Frau auswählen, die geeignet ist, ein „perfektes“ Baby zur Welt zu bringen.“. Dieser Satz ist so billig, er könnte glatt bei Frontal stehen.
    Es gibt kein perfektes Baby und die Leihmutter trägt im besten Fall nichts schlechtes dazu bei.
    Du willst aber die Drogenabhängigen, Raucher und Alkoholiker ausschließen und deswegen machst du diese Tests.

    Denk doch bitte mal nach, Helge !

    „In Indien sind Kinder für den Preis eines Zuchthundes zu bekommen, die Ukraine lockt mit regelrechten Wohlfühl-Programmen „.

    Ach, na endlich sagst du auf was du dich eigentlich beziehst. Es gibt aber noch andere Länder auf diesem Planeten in denen die Leihmutterschaft korrekt geregelt ist. Dort zahlst du mehr als für einen Zuchthund 😉

    Mir ist schon klar, dass Leihmutterschaft in diesen Ländern Ausbeuterei ist. Ich hoffe dir ist klar dass es auch anders geht. Aber das würde wahrscheinlich nicht zu deiner Meinung passen, was ?

    • Antworten Helge 22.02.2017 um 12:53 Uhr

      Lieber Daniel,
      mit Rückmeldungen, wie der deinigen, habe ich gerechnet und gebe dir in Teilen recht.

      Wenn ich den BGH Beschluss studiere, finde ich aber ebenfalls die Entscheidungen der Vorinstanzen, die in wesentlichen Teilen meiner Rechtsauffassung folgen. In dem von dir genannten Urteil ist es tatsächlich zur Anerkennung der Elternstellung gekommen, wobei das Gericht eher im Sinne des Kindeswohls entschieden hat. Aber ich gebe dir gerne recht, dass es Möglichkeiten gibt.

      Bei deinem zweiten Einwand ist wieder der Zwiespalt in der deutschen Gesetzgebung betroffen. Einerseits spricht Leihmutterschaft strikt gegen deutsches Recht, andererseits sind ausländische Urteile anzuerkennen. Es liegt – aus meiner Sicht – hierbei stark an der Auslegung der Richter, ob das Kindeswohl nicht ebenfalls durch eine Adoption gewahrt bleiben kann.

      Zu deinem dritten Einwand verweise ich dich gerne auf die erste Seite meines Beitrages, in dem ich gerade auf die kalifornische Rechtslage eingehe, die eine faire Vertragsgestaltung zulässt. Dies ist jedoch nicht in allen Ländern/bei allen Klinken der Fall. Aber bei meinen Recherchen bin ich auf eine Stellungnahme des Instituts für medizinische Anthropologie und Bioethik in Wien gestoßen, die einen Fall aus Kalifornien untersucht haben. „Auch die Abtreibung eines behinderten Kindes kann vertraglich erzwungen werden. Frauen, die sich weigern, wird die Gebärlieferprämie nicht ausbezahlt“ heißt es dort. Einen Beitrag der Bioethics Research Library findest du hier.

      In deinem vierten Einwand erklärst du, dass die Auswahl nur anhand von Drogenkonsum getroffen wird. Mir sind auch in den USA Registrierungsformulare aufgefallen, in denen sowohl Religion und Beruf, als auch Bildungsstand abgefragt werden. Daraus schließe ich, dass es auch um eine Selektion aufgrund von diesen Kriterien geht.

      Zu dem Thema „zu deiner Meinung passen“ verweise ich dich ebenfalls auf die erste Seite meines Beitrages. Bisher habe ich nur eine (sicher unvollständige) Liste von postitiven und negativen Aspekten zusammengestellt. Morgen folgt dann erst mein (ganz persönliches!) Fazit.

      Wie du siehst, gebe ich dir in Einzelfällen recht, denn mein Blog ist keine fachliterarische Publikation. Im Grundsatz bleibe ich aber bei meinen dargestellten Argumenten.

      Friedliche Grüße,
      Helge

  • Antworten Daniel 22.02.2017 um 14:32 Uhr

    Hi,

    also nochmal:

    Der BGH Beschluss wird bereits genutzt – dutzendfach. Das weiß ich da ich mit mehreren Anwälten im Kontakt stehe die genau diesen Paragraphen nutzen. Übrigens nicht nur mit der USA …

    Die Vorinstanzen sind unerheblich.

    Sollte sich tatsächlich ein Amtsgericht querstellen, dann musst du dich durchklagen – klar. Was aber bleibt ist: Es ist geltendes Recht. Daher ist deine Aussage falsch.

    Und daher gibt es auch keinen Zwiespalt. Leihmutterschaft in D ist illegal. Leihmutterschaft in Kalifornien nach deutschem Recht nicht, da BGH.

    Und warum sollte die biologische Mutter ihr eigenes Kind adoptieren müssen ?

    Grundsätzlich können Dinge wie das Erzwingen einer Abtreibung passieren – die Verträge die du unterzeichnest sagen jedoch etwas anderes. Das ist keine gängige Praxis. Das ist eher eine Frage der Moralität von Abtreibungen und nicht der Leihmutterschaft. Es gibt wahrscheinlich dutzendfach skandalöse Vorgänge und es passieren Dinge die man lieber nicht wissen will. Hat aber nichts mit den tausenden von Geburten von Surrogacy – Babies im Allgemeinen zu tun. Einzelfälle machen sich aber super in einem reißerischen Artikel.

    Nein, die Auswahl wird nicht nur anhand von Drogenkonsum getroffen. Das ist aber einer der Hauptfaktoren. Du willst auch eine Leihmutter wählen mit der du persönlich gut auskommst, denn schließlich werdet ihr eine ganz besondere Beziehung haben. Dazu zählen viele Dinge, u.a. auch ob sie arbeitet und wie viel, ob sie versichert ist, etc. Das alles hat aber mehr mit deinem Geldbeutel und weniger mit dem perfekten Baby zu tun.
    Und ja: Das Äußere ist wichtig, oder denkst du dass sich eine 150 Kilo – Frau so bewusst ernährt dass dein Baby entsprechend gute Nahrung bekommt ?

    Und ja: Vielleicht ist es für Menschen von Glaube A ein Problem wenn die Leihmutter vom Glaube B ist. Der Datenschutz in den USA sollte nicht Gegenstand deiner Betrachtung sein.

    Auch hier wieder: Reißerische Formulierung.

    Du musst diese Frau anschauen und mit ihr sprechen. Denn alles, incl. dem Leben deines Kindes, hängt davon ab.

    So, mehr muss ich dazu nicht sagen. Wenn Leihmutterschaft in einem Land wie der USA durchgeführt und überwacht wird dann ist das eine gute Sache für Menschen mit unerfülltem Kinderwunsch. Und seit dem BGH Urteil stehen die Menschen hier in Deutschland nicht mehr vor der Wahl ihr eigenes Kind adoptieren oder die Ämter belügen zu müssen.

    In den USA gibt es auch Probleme für beide Seiten, aber die erwähnst du hier nicht im mindesten. Warum ? Wahrscheinlich weil du dich mit niemandem unterhalten hast …

    Der gesamte Artikel ist schlecht recherchiert und beschränkt sich ausschließlich auf moralische Aspekte die hauptsächlich in Indien oder der Ukraine auftreten.
    Aber wer in Indien eine Leihmutter beauftragt, kauft wahrscheinlich auch Blutdiamanten. Hunderte Paare die in die USA gehen tun aber genau das nicht.

    Am besten denkst du mal ein bisschen in Ruhe nach…

    • Antworten Helge 22.02.2017 um 15:00 Uhr

      Moin nochmal!
      Bevor wir uns im Kreis drehen: Ja, den BGH Beschluss habe ich studiert und zweifle ihn nicht an. Wenn ich aber die Begründungen der Vorinstanzen durchlese, die ebenfalls Gegenstand des Urteils waren, bleibt bei mir hängen, dass das BGH zum Wohle des Kindes entschieden hat. Die Vaterschaft war schon vorab unzweifelhaft, nur die Mutterschaft war ungeklärt. Ich schildere dir mal, wie ich das BGH-Urteil lese: Das Gericht sah keine Verletzung der persönlichen Rechte der Leihmutter, da diese auf die Mutterschaft vorab und gegenwärtig verzichtet hat. Außerdem empfand das Gericht bei einer Übertragung der Mutterschaft eine deutliche Zuträglichkeit für das Kindeswohl, sodass es schlußendlich die Elternschaft vollständig anerkannt hat. Diese Argumentation setzt an einer anderen Stelle an – dem Kindeswohl. Somit ist deutlich, welchen Weg ein Anwalt zu beschreiten hat und dass er damit erfolgreich sein wird. Keine Einwände.

      Bei dem Argument der Selektion geht es mir nicht darum, dass grundsätzlich ein berechtigtes Interesse an Vorlieben, beruflichen Erfolgen und der Religion der zukünftigen Leihmutter besteht. Vielmehr will ich auf die Tendenz hinaus, dass eine Erwartungshaltung geweckt wird. Blogbeiträge, Zeitungsberichte etc. schildern Geschichten (die natürlich Einzelfälle sein können), bei denen genau dieses Anspruchsdenken der Wunscheltern zum Ausdruck kommt.

      Eines ist mir auch wichtig: Ich werde in meinem kleinen Beitrag niemals alles abdecken können, was es zur Leihmutterschaft zu bedenken gibt. Ich will hier meinen Lesern erläutern, auf welche Argumente ich bei meiner Entscheidungsfindung gestoßen bin. Und ja, dabei haben mich Beiträge aus der Ukraine, Russland, Thailand und Indien sehr gefangen genommen. Und mit deinen Blutdiamanten bist du jetzt aber auch ein wenig reißerisch 😉

      Lass uns einfach darauf einigen, dass mir viele Aspekte fehlen, die du bereits erfahren durftest. Ich arbeite nur mit dem, was ich lesen konnte. Wenn du Lesetipps für mich hast, freue ich mich ehrlich, weitere Sichtweisen kennenzulernen.

  • Antworten Daniel 22.02.2017 um 17:18 Uhr

    Natürlich ist das BGH Urteil basierend auf dem Kindeswohl. Es gibt mittlerweile sehr viele Paare die diesen Weg gehen und bisher kenne ich keines bei dem sich ein Gericht quer gestellt hätte. USA wohlgemerkt.

    Ja, es geht nur um die Mutter, da der Vater bereits im Rahmen einer Vaterschaftsfeststellung / Vaterschaftsanerkennung eingesetzt wurde.

    Ich glaube du solltest deinen Beitrag anders aufziehen: Leihmutterschaft in Dritte Welt Ländern bzw. Ostblockstaaten.

    Das unterscheidet sich deutlich von Kalifornien – moralisch, preislich und von der gesamten Herangehensweise. Lesebeiträge habe ich keine für dich. Nur Erfahrungen 😉

    • Antworten Helge 22.02.2017 um 19:04 Uhr

      Auch wenn du die USA als Paradebeispiel für reibungslose Leihmutterschaften anführst und ich dir zustimme, dass einige US-Bundesstaaten deutlich bessere Bedingungen bieten, aber auch dort gibt es Schwierigkeiten.

      Mich hat bei der Arbeit an diesem Artikel aber vor allem interessiert, welche Aspekte es gibt. Dabei habe ich Geschichten aus den USA gelesen, genauso aber auch Erfahrungen aus Russland, Artikel über Thailand, Dissertationen über die Ukraine. All dies sollte in diesen Artikel einfließen, aber es sollte und konnte auch keine Master-Arbeit werden. Dieser Beitrag erhebt daher keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit.

  • Antworten Mila 17.06.2017 um 20:47 Uhr

    Guten Tag.

    Mein Name ist Mila, Ich komme aus der Ukraine, zur Zeit lebe Ich mit meiner Familie in Tschechei. In dieser Zeit bin ich eine Leihmutter fur eine sehr nette Familie aus Deutschland.
    Ich mache aber auch eine Agentur und helfe die Leute gewunschte Kinder zu bekommen. Ich vertrete ein internationales Unternehmen surrogacy. In meiner Funktion ist mit den thematischen Foren zu arbeiten. Wenn Sie es richtig, in der Zukunft zu verstehen planen Sie ein Programm der Leihmutterschaft, und ich habe die Ehre, Sie einladen, die Vorteile unserer Dienstleistungen des Zentrums zu ubernehmen, die bei der Behandlung von Partnerkliniken der Ukraine ahnliche Programme durchfuhrt, die Tschechische Republik, die baltischen Staaten, die Turkei und Russlands.

    Fur Ihre Bequemlichkeit, zahlbar in Stufen wird die letzte Zahlung direkt in die Geburt des Kindes und seine Eintragung in Ihrem Namen gemacht. Naturlich konnen alle Einzelheiten werden einzeln besprochen und sind in der Vertragsurkunde festgelegt.
    Wenn Sie nutzliche Informationen gewesen sein, und Sie Fragen haben – Sie mich hier kontaktieren oder per E-Mail – [Emailadresse von Helge entfernt]

    • Antworten Helge 20.06.2017 um 14:14 Uhr

      Ich habe euch diesen Kommentar mal freigeschaltet, damit ihr sehen könnt, wie kommerziell Leihmutterschaft betrieben wird.

  • Antworten Stina 13.09.2017 um 10:43 Uhr

    Lieber Helge,
    vielen Dank für Deine reflektierte Sichtweise. Mir tut Euer unerfüllter Kinderwunsch sehr leid, und ich finde toll, wie Du damit umgehst. Ich bin selbst das Ergebnis einer Kinderwunschbehandlung, nämlich einer Samenspende – vor mehr als 35 Jahren leider noch anonym. Daher ist mir bei jeder Kinderwunschbehandlung, und insbesondere der Leihmutterschaft, das Kindeswohl besonders wichtig – und dazu gehört für mich auch, dass ein Kind nicht gegen Geld abgegeben werden sollte. Ich finde es schwierig, dass mein genetischer Vater vermutlich des Geldes wegen seinen Samen abgegeben hat. Wie viel schwieriger mag das erst sein, wenn man auch noch im Bauch einer anderen Frau entstanden ist und vll. noch eine Eizellspenderin beteiligt war. Hierzu gibt es übrigens auch einen englischsprachigen Blog von Betroffenen: http://theothersideofsurrogacy.blogspot.de/ Ich halte die Übergabe an die Wunscheltern auch nicht für gesund: Im Bauch entsteht zwischen Baby und Mutter in den neun Monaten Schwangerschaft ja schon eine Beziehung, so erkennt das Baby die Stimme und den Geruch der Mutter und die Milch ist auch auf das Baby abgestimmt. Und nach zwei Schwangerschaften kann ich sagen, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass jemand ein Kind für jemand anderen austrägt, ohne eigene finanzielle Interessen zu haben. Ich würde es noch nicht einmal für eine enge Freundin oder Verwandte machen, weil eine Schwangerschaft so einschränkend und körperlich belastend ist und sich der Körper echt lange davon erholen muss. Ich glaube übrigens auch nicht, dass in den USA Leihmutterschaften eher auf Augenhöhe stattfinden. In den dortigen Verträgen gibt es auch Klauseln, dass die Wunscheltern bei Mehrlingen oder Behinderungen die Leihmutter zur Abtreibung zwingen können. Außerdem sind es fast ausschließlich ärmere Frauen, die Leihmütter werden. Ich finde es jedenfalls sehr wohltuend, dass Du trotz des Kinderwunsches hinter solche Mechanismen schaust und nicht alle Grenzen überschreiten möchtest, um Deinen Wunsch zu realisieren. Ich wünsche euch alles Gute!

  • Antworten nimmu 20.08.2018 um 16:03 Uhr

    Danke für nützliche Informationen! Ich habe sie mit Interesse gelesen!

  • Antworten August 09.08.2019 um 10:43 Uhr

    Bei Unfruchtbarkeit kann nicht nur Adoption sondern auch Leihmutterschaft helfen, das gewünschte Kind zu bekommen. In der letzten Zeit ist Leihmutterschaft in der Ukraine sehr populär. Aber viele kinderlose Menschen hatten negative Erfahrungen mit den unbekannten ukrainischen Agenturen. „Die Ukraine hat sich als ein in der Reproduktionsmedizin führendes und auch als ein die legale Leihmutterschaft unterstützendes Land etabliert. Aber man muss dennoch Glück haben, denn man kann auf Betrüger hereinfallen und im Stich gelassen werden, so wie es uns zugestoßen ist“, Zitat aus diesem Artikel https://de.newseurope.info/?p=63602

  • Antworten Gabriel Jedermann 31.08.2019 um 16:38 Uhr

    Hallo Freunde, mein Name ist Gabriel Jedermann [Anm. von Helge: Name geändert]. Ich komme aus Berlin, aber ich bin hier, um die guten Nachrichten den Bedürftigen zu bringen.
    Ich war depressiv, als meine Frau mich wegen eines anderen Mannes verließ, weil ich gebeten wurde, die Arbeit einzustellen, weil ich Krebs hatte und pleite war. Sie hat meine einzige Tochter mitgenommen, also war meine einzige Möglichkeit zu sterben, ich habe versucht, sie anzurufen, aber sie hat mich ignoriert. Ich habe ihr eine SMS geschickt, und plötzlich antwortete sie und sagte, ich solle sie nicht mehr anrufen oder ihr eine SMS schicken, damit ich eines Tages mit einer in Kontakt treten kann Ein Freund von mir auf Facebook und ich erklärten ihm alles und er erzählte mir auch, dass er die gleichen Probleme hatte und er stellte mir einen Zauberwirker namens Doctor El Sharif [Anm. von Helge: Name geändert] vor. Er schickte mir seine persönliche E-Mail, die ich über ***@***.** [Anm. von Helge: Email-Adresse entfernt] und ihn kontaktierte antwortete mir schnell, ich erklärte ihm meine probleme und er sagte mir, ich solle mir keine sorgen machen, dass er das für so viele menschen getan hat. ich bin ein mann, der nie an zauber geglaubt hat, aber ich habe mich entschlossen, es zu versuchen buchstabieren und heilen Sie mich auch von Krebs und machen Sie mir einen besseren Job und plötzlich schickte er mir die Medikamente für meine Krankheit. Ich nahm sie für nur 2 Tage und ich war frei. Ich habe meinen Augen nie geglaubt. Am nächsten Tag klopfte jemand an meine Tür und ich Ich hatte an diesem Tag niemanden erwartet, plötzlich war es meine Frau, die sie baute Als erstes in Tränen ausgebrochen und ich konnte es nicht ertragen, flehte sie mich an und bat um Verzeihung, sobald ich einen Anruf von meiner Firma erhielt, in der ich jahrelang gearbeitet habe. Ich wurde zum Manager von *** [Anm. von Helge: Firmenname entfernt] in den USA befördert. Bitte helfen Sie mir, Doktor El Sharif zu danken Alles, was ich zuvor verloren habe, kann wiederhergestellt werden. Bitte ich rate allen, die Hilfe benötigen, sich per E-Mail an ***@***.** oder per WhatsApp unter +1234567890 [Anm. von Helge: Telefonnummer geändert] an Doctor El Sharif zu wenden. Gott segne diejenigen, die Zeit brauchen, um dieses Zeugnis zu lesen

    [Anm. von Helge: Auch wenn es sich hier eindeutig um Spam handelt, wollte ich es euch nicht vorenthalten. Mich amüsiert das immer ein wenig.]

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