Die ICSI-Achterbahn

14.02.2016
Helge fährt auf der ICSI-Achterbahn

Alle einsteigen, die Sicherheitsbügel festziehen und ab geht die Fahrt.

Wir sitzen auf Bodenhöhe in einer kleinen Fahrkabine, ziehen lässig den Sicherheitsbügel ran und sind gespannt, was uns dort oben während der Achterbahnfahrt erwartet. Ein leichtes Kribbeln breitet sich im Bauch aus, aber wir sitzen fest und sicher. Ungefähr so kann man sich den Beginn unserer ICSI vorstellen.

Obwohl ich ein großer Fan von Fahrgeschäften jeglicher Art bin, hätte ich um diese Achterbahn lieber einen großen Bogen gemacht. Die Vorstellung, dass meine Frau, die nebenbei bemerkt sehr sensibel auf alle Hormonpräparate reagiert, zwei Wochen unter einem verkappten PX-41 Serum leiden muss, war mir ein Gräuel. Doch die vier erfolglosen IUIs und der Umstand, dass wir innerhalb von sechs Jahren nur zwei Schwangerschaften hervorbringen konnten (wovon nur eine klinisch bestätigt war), führte fast unweigerlich auf eine ICSI hin. Wenn wir weiter an unserem Kinderwunsch arbeiten wollen, ist die ICSI die logische Wahl.

Die Fahrt geht los

Der Behandlungsplan sieht vor, am zweiten Zyklustag eine Depotspritze Elonva (150µg) zu setzen. Elonva enthält einen Wirkstoff der Gonadotropine, also ein follikelstimulierendes Hormon, das für das Wachstum und die Entwicklung der Follikel (Eizellen im weitesten Sinne) notwendig ist. Ab dem sechsten Zyklustag soll sich Rieke täglich Orgalutran (0,25mg) zum Unterdrücken des Eisprungs in den Oberschenkel oder Bauch spritzen und die letzten vier Tage mit einem Puregon Pen noch 200 IE zur weiteren Stimulation der Eierstöcke hinzufügen. Die Predalonspritze zum Auslösen des Eisprunges (in diesem Fall: der Eisprünge) darf natürlich nicht fehlen.

Am 13. Zyklustag wird die Follikelpunktion, also die Entnahme der Eizellen, unter Vollnarkose mit dem Ergebnis durchgeführt, dass 15 Eizellen gewonnen werden. Am gleichen Tag werden meine Spermien in die Eizellen injiziert. Am Donnerstag erfahre ich, dass dies bei 11 Eizellen möglich war und nach einem Tag nur fünf Embryonen überlebt haben. Am fünften „Reifetag“ sind schließlich nur noch zwei Blastozysten übrig. Als Blastozyste bezeichnet man das Embryonenstadium, wenn der Embryo ca. am fünften Tag eine Höhle bildet.

Wir haben vorab besprochen, dass bei der ersten ICSI nur ein Embryo zurückgeführt, also in die Gebärmutter gesetzt und der zweite Embryo eingefroren wird. Dadurch wollen wir das Risiko einer Zwillingsschwangerschaft ausschließen.

Die Einnistung des Embryos wird durch Progesteron bis zum Schwangerschaftstest unterstützt. Wir haben uns außerdem für die Teilnahme an einer medizinischen Studie entschieden, bei der Rieke das Progesteron als Tablette einnehmen kann. Normalerweise wird Progesteron als Creme oder Gel angewendet, was deutlich umständlicher ist.

Loopings und Schrauben

Soweit der nüchterne Ablauf. Dass sich die technische Beschreibung einer Achterbahn anders liest, als ein Erfahrungsbericht eines Freizeitparkbesuchers, ist wohl nachvollziehbar. So ist es auch bei uns. Die ICSI am eigenen Leib und der eigenen Psyche zu erfahren ist vollkommen anders.

Rieke hat schon früh Symptome einer Eierstock-Überstimulation, die für gehörigen Nervenkitzel sorgen. Oft mache ich mir ernsthafte Sorgen und überlege, ob ich mit ihr direkt in die Klinik fahren soll. Ihr Bauch schwillt innerhalb von wenigen Stunden an, als wäre sie im fünften Monat schwanger, die Schmerzen kommen plötzlich, Wassereinlagerungen in den Beinen kommen und gehen… Ich will so gerne helfen, aber die Ereignisse machen mich eher hilflos. Ich will nicht panisch werden, aber auch ernsthaften Anzeichen nicht ignorieren. Letzlich finden wir aber zu einer gesunden Einschätzung der Symptome und besuchen die Klinik nur bei ernsthaften Komplikationen. Die Ärzte entscheiden sich aber auch bald dazu, Thrombosespritzen zu verschreiben und eine engmaschige Überwachung anzuordnen.

Das ist auch schon gleich der nächste Punkt. Die Anzahl der Termine habe ich mir so nicht ausgemalt. Sieben Besuche haben wir der Kinderwunsch-Klinik während des ICSI-Zykluses abgestattet, viele Termine mussten spontan vereinbart werden und rutschten somit in die späten Morgenstunden. Rieke kann ihrem Arbeitgeber immer noch nichts von der Behandlung erzählen, daher ist es für sie sehr belastend alle Termine schlüssig zu begründen.

Zu den gesundheitlichen und terminlichen Strapazen kommt noch die Hoffnung, die sich bei jeder Behandlung aufbaut und die auch bei jeder Behandlung herbe enttäuscht werden kann.

Vor unserer ersten ICSI lagen drei Monate behandlungsfreie Zeit, in der ich mich langsam an das Bild gewagt habe, wie mein Leben aussieht, wenn wir kinderlos bleiben. Kann ich in einigen Jahren von „kinderfrei“ sprechen? Finde ich andere Inhalte, mit denen ich mein Leben füllen kann? Das Bild einer kinderlosen Zukunft hat sich schon so sehr in meinem Kopf festgesetzt, dass ich anfangs meine Gefühle kaum wieder auf die Kinderwunschbehandlung ausrichten kann. Doch von Tag zu Tag breitet sich die Hoffnung auf einen Erfolg der ICSI in meinem Herzen aus, auch wenn die gesundheitlichen Beschwerden von Rieke kaum Anlass dafür geben.

Wie geht die Fahrt nun aus?

Ich halte es schon jetzt beim Schreiben kaum aus, daher will ich nun schnell zur Auflösung kommen. War unsere Behandlung erfolgreich? Haben sich unsere Bedenken bewahrheitet? Sind die Spannungen in den Brüsten und das leichte Ziehen im Unterleib Zeichen für eine Schwangerschaft?

Rieke war die letzten Tage vor dem Schwangerschaftstest weit weg von zuhause auf einem Seminar und musste dort alleine die Anzeichen ihres Körpers wahrnehmen und interpretieren. Mir blieben nur kurze Minuten am Abend, um mit ihr zu telefonieren und ihre Stimmung abzuspüren. Noch schwebt auch die Gefahr einer Thrombose in der Luft. Ich halte die Zeit nur schwer aus. Zur Ablenkung stürze ich mich in die Arbeit. Fünf Tage vor dem angesetzten Schwangerschaftstest in der Klinik sinkt bei Rieke die Stimmung ab, vier Tage vor dem Schwangerschaftstest setzen leichte Blutungen ein und wir ahnen bereits, dass die Achterbahnfahrt ihrem Ende zugeht. Die letzten Meter läuft die Fahrt durch einen Tunnel und ich erwarte schon den lauten Knall der Bremsen.

Der eigentlichen Schwangerschaftstest wird um drei Tage vorgezogen und Rieke fährt in die Klinik. Das Testergebnis wird ja immer telefonisch mitgeteilt, in diesem Fall ist es an mir mit der Ärztin das Ergebnis zu besprechen. Schon ihre Stimme macht mir klar, dass das Ergebnis negativ ist. Und genau so ist es. Ich habe das Gefühl, als würde meine Hoffnung gerade in einem Looping durch den Sicherheitsbügel rutschen.

Das Aufbauprogramm

Der Schmerz kommt – wie immer bei mir – zeitverzögert. Die depressive Grundstimmung, die Gefühlsarmut, die Leere im Kopf lösen sich langsam auf und machen einer großen Trauer Platz. Ich merke schnell, dass ich etwas unternehmen muss. Rieke gibt letztlich den Anstoß und ich hole wieder meine Laufschuhe raus. Wir nehmen uns fest vor, wieder mehr Sport zu treiben, die Ernährung gesünder zu gestalten und oft über unsere Situation zu reden.

Den Anfang machen wir direkt am Tag nach dem negativen Schwangerschaftstest. Ich nehme mir früh Feierabend, reserviere einen Tisch, gehe laufen, power mich richtig aus, nehme meine Frau bei der Hand und genieße ein großartigen Abend im Restaurant mit Aperol-Spritz zum Anstoßen und viel Zeit zum reden. Das bringt uns wieder ein bisschen in die Spur.

Jetzt liegt der Schwangerschaftstest vier Tage zurück und ich habe jeden Tag Sport gemacht. Das Körpergefühl und die Stimmung entwickeln sich positiv, sodass ich frohen Mutes in die Zukunft blicken kann.

Viele von euch haben bestimmt ähnliche Situationen erlebt. Wie geht ihr mit den negativen Erlebnissen während der Kinderwunschbehandlung um?

 

12 Kommentare

  • Antworten Mike 15.02.2016 um 10:30 Uhr

    Fick dich Welt! Sorry aber ich konnte gerade beim lesen wieder so gut mit fühlen. Hatte mich auf unseren nächsten Versuch gefreut, jetzt hab ich wieder Angst. Die Erinnerungen an den letzten Anruf aus der Klinik kamen wieder hoch… Life is a bitch…

    • Antworten Helge 15.02.2016 um 10:47 Uhr

      Lieber Mike, danke für dein Kommentar.

      Deine drastische Wortwahl kann ich verstehen, oft genug hadere ich auch mit der Welt, dem Schicksal oder dem Universum. Im Grunde lenkt es mich aber nur von der eigenen Verarbeitung ab, wenn ich die Verantwortung bei jemand oder etwas anderem suche. Es ist NIEMAND an unserer Situation schuld. Es ist einfach so und es wird nicht besser, wenn ich alles um mich herum dafür verfluche. So sehe ich es jedenfalls.

      Ich wünsche dir und mir (denn natürlich schaffe ich es auch nicht immer), dass wir unseren Gefühlen Luft machen können, aber dennoch nicht in eine Opferrolle rutschen. Wir werden dem Universum mit geradem Rücken entgegentreten.

  • Antworten Milla 15.02.2016 um 11:44 Uhr

    Hallo Helge,
    Gerade habe ich meinem Mann deinen Text vorgelesen. Wir haben die Achterbahnfahrt auch schon hinter uns. Für meinen Mann war es am schlimmsten, dass er sich als „Schuldiger“ gefühlt hat. Bei mir ist biologisch alles super, seine Spermien waren ausschlaggebend für die Behandlung. Dieses Gefühl wurde bei ihm nochmal verstärkt, da ich alle Spritzen nehmen musste, Vollnarkose, Schmerzen…. Und er eben nur einmal in die Kabine und fertig. Zum Glück hatte ich nicht so starke körperliche Reaktionen wie deine Frau, aber mental ging es mir überhaupt nicht gut. Der Druck, die Kosten (wir sind Selbstzahler gewesen), das belastet die Beziehung ganz schön.
    Wir haben uns zwei Eizellen einsetzen lassen und 2 wurden eingefroren. Eins hat sich bei mir wieder verabschiedet und das zweite ist jetzt 14 Wochen alt und macht sich langsam im Bauch bemerkbar. Wir hatten also großes Glück.
    Natürlich haben wir uns auch Gedanken gemacht wie oft wir es probieren wollen/können, zum Glück müssen wir uns damit jetzt erstmal nicht mehr Gedanken machen, vor allem weil noch zwei eingefrorene auf uns warten.
    Ich drücke euch die Daumen für den nächsten Versuch! Mein Mann ist in der Zeit auch viel laufen gegangen und wir haben uns viele schöne Termine gelegt zur Ablenkung. Im Nachhinein hat die Phase unsere Beziehung gestärkt.
    Viel Glück!!!!

    • Antworten Helge 15.02.2016 um 12:42 Uhr

      Liebe Milla,

      das Gefühl der Schuld gehört leider zum Kinderwunsch, wie der Punkt zum i. In unserem Fall lag die Problematik anfangs bei meiner Frau, denn ihre Eileiter waren nicht durchlässig. Eine Operation konnte hier aber Abhilfe schaffen und seitdem ist die Ursache ungewiss. Welch ein Erfolg 😉 Vielleicht wird das Ei nicht so gut transportiert, wie wir es uns wünschen würden, aber es sind bereits zwei Schwangerschaften zustande gekommen. Daher können die Eileiter keinesfalls als Ursache für die vielen erfolglosen „Übungszyklen“ herhalten. Und obwohl nun die Ursache ungewiss ist, also an uns beiden liegen kann, muss meine Frau die gesamten Strapazen erdulden. So oder so fühle ich mich immer schuldig, da ich ihr so wenig abnehmen kann.

      Du hast aber auch etwas erwähnt, was mir auch aufgefallen ist. Die Beziehung, insofern sie die Kinderwunschphase überlebt, ist deutlich gestärkt. Das gibt mir auch an den schwersten Tagen Hoffnung.

      Liebe Grüße,
      Helge

  • Antworten Prinzessin 15.02.2016 um 17:27 Uhr

    Lieber Helge,

    dieses Auf und Ab ist wirklich furchtbar. Wir haben nunmehr drei negative ICSIs hinter uns und mein Mann ist noch immer ein „furchtbarer“ Optimist ;-). Ich weiß nicht, woher er die Kraft nimmt und ich bewundere ihn dafür. Während ich nach den Negativen immer ein paar Tage nur geheult habe, schafft er es einen kühlen Kopf zu bewahren. Obwohl die Ursache bei ihm liegt (OAT III nach Chemo). Ich denke, er ist einfach nur dankbar, dass er seine Krebserkrankung damals überstanden hat und ist daher nicht mehr so anfällig.

    Ich lasse mich seit einem guten halben Jahr psychotherapeutisch begleiten. Unsere Klinik arbeitet mit einer Therapeutin zusammen, die sich mit der Thematik auskennt. Ich möchte einfach durch die ganze Belastung nicht in eine „richtige“ Depression abrutschen.

    Ansonsten bin ich ganz bei dir: es ist so und nicht zu ändern. Man kann nur das Beste daraus machen.

    VG Prinzessin

    • Antworten Helge 15.02.2016 um 22:26 Uhr

      Liebe Prinzessin (das wollte ich schon immer mal sagen),

      einerseits ist es schlimm zu wissen, dass es auch andere Paare gibt die so eine Tortur erleiden müssen, andererseits ist es gut zu hören, dass wir nicht alleine sind.

      Die psychischen Belastungen bekomme ich mittlerweile auch deutlich zu spüren und eine Therapie oder therapeutische Begleitung habe ich auch schon ins Auge gefasst. Falsche Scheu ist hier vermutlich fehl am Platze.

      Ich wünsche euch alles Gute für den weiteren Weg.
      Liebe Grüße,
      Helge

  • Antworten ??? 15.02.2016 um 19:57 Uhr

    Lieber Helge,
    wie kann ich mitfühlen. Mein Mann und ich hatten nach drei IUIs, drei ICSIs sowie zwei Kryoversuchen die Hoffnung auch schon aufgegeben. Bei der 4. ICSI hat es dann geklappt. Aber leider haben wir das Sternchen dann ganz schnell verloren und somit war die Trauer noch viel größer. Für uns war das Schlimmste aber immer das Warum?
    Aber zu guter letzt haben wir nochmal eine ICSI durchführen lassen. Und es hat geklappt und wir haben nun ein quietschfideles Kind, das bald seinen ersten Geburtstag feiert.
    Gebt nicht auf. Ihr schafft das!

    • Antworten Helge 15.02.2016 um 22:48 Uhr

      Moin!

      Ihr habt ja eine extrem heftige Geschichte erleben müssen. Es freut mich, dass es dann doch gut ausgegangen ist. Leider lässt sich das nicht immer auf andere übertragen.

      Ich weiß, dass du es nur gut meinst, aber ich reagiere mittlerweile allergisch auf diese Durchhalteparolen. Ich finde, es geht nicht darum durchzuhalten, sondern immer darum die eigenen Grenzen zu kennen. In meinem nächsten Beitrag erkläre ich dir gerne, was ich damit meine und warum ich bei dem Thema so kratzbürstig werden kann. Danke aber dennoch, für deinen Kommentar!

      Viele Grüße,
      Helge

      • Antworten Prinzessin 15.02.2016 um 23:05 Uhr

        Auf diesen Post bin ich gespannt. Ich sehe das mittlerweile auch differenzierter. Was nützt all das Durchhalten, wenn man hinterher total im A***h ist (um es mal wenig prinzessinnenhaft auszudrücken :-p). Bis dahin!

  • Antworten doggyandbabys 31.03.2016 um 14:31 Uhr

    Hallo Helge,
    wundere dich nicht über meinen Nik… den hab ich schon so lange, ich hab mich daran gewöhnt, da ich für den Hund und mit Babys arbeite…
    Ich habe das glück zwei gesunde Töchter zu haben, die ich ohne Vater aufziehen musste (ich war sehr jung… und zugegeben dumm…, aber lassen wir das)

    Anfang der 30 lernte ich meinen Mann kennen. Er nam uns an (obwohl er schon mit einer Frau alleine manchmal überfordert ist)…

    Nun wünscht er sich selbst Nachwuchs. Ob es Ihm vergönnt wird, steht in den Sternen. Mein Mann hat das Kallman-Sydrom…, er produziert ohne Medikamente kaum ein Spermium… mit Medis sind es auch nicht wirklich mehr.

    Unsere erste ICSI endete mit einem frühem Abgang. Da wir mit unserer Behandllung nicht so offen umgeht wir ihr, sind wir ganz allein im Trauern.

    Deine Seite tut mir gut, meinen Mann besser zu verstehen. Vorallem der Beitrag über Adoption zeigt wie wichtig es für meinen Mann ist, seine eigenen Gehne weiter geben zu wollen.

    Er leidet darunter, (obwohl er „unsere“ beiden mädchen sehr gern hat) das man seinen Wunsch nach „eigenen Kindern“) nicht für ganz voll nimmt. Er soll doch einfach zufrieden sein, mit dem was er hat…

    Außerdem fühlt er sich (wie hier auch oft geschrieben) Schuldig das ich mir die Stimulation wegen ihm antun muss.

    Der Abgang hat uns dazu noch mehr getroffen, als wir es angenommen hatten. Daher machen wir auch länger Pause bis zum zweiten Versuch.

    Und schon kommt das zweite Thema, welches mir persönlich gut getahn hat zu lesen.

    Das ewige „Durchhalten“… irgendwann klappt es sicher… Mein Mann und ich wollen jedoch kein „ewiges Kinderwunschtheater“ haben.

    Wir haben uns dieses Jahr gegeben wo wir diese uns bewilligten drei Versuche durchstarten. einen 4. versuch wird noch zum teil bezuschusst…

    Wenn es nicht klapp sind wir unsagbar traurig… aber hören auf… ich denke das ist wichtig, das man sich vorab damit beschäftigt wie lange zeit man sich lässt.

    all die paare die viele jahre ihres lebens an den „kinderwunsch“ verschenken… klar, es ist schön für die, bei denen es mit dem 8. versuch dann klappt… aber unser weg ist es nicht.

    nur fühle ich mich gegen über meinem mann manchmal traurig, weil ich als junges ding nicht aufgepasst habe und ihm ist es nicht vergönnt vater zu werden. dabei macht er sich toll… und das obwohl es nicht sein fleisch und blut ist…

    ich wünsche euch als paar alles gute, möge sich euer wunsch erfüllen, oder mögt ihr auch ohne kind ein erfülltes leben haben.

    wann startet ihr wieder durch? bei uns geht es mitte Mai weiter.. grüße an deine Frau…

    • Antworten Helge 31.03.2016 um 15:57 Uhr

      Moin Miss Doggyandbabys ;-),
      deinen Mann kann ich wirklich gut verstehen, ein eigenes Kind ist noch mal etwas anderes. Wenn als standardmäßige Reaktion auf seinen Herzenswunsch der Kommentar kommt „Du hast doch schon zwei (Zieh-)Töchter“, kann ich seinen Frust über so viel Unverständnis verstehen. Ich drücke euch die Daumen für den Wonnemonat Mai!
      Wir arbeiten immer mehr an einem Plan B (mehr dazu in einem der nächsten Posts) und werden wohl erst im Juli wieder mit einer ICSI weitermachen. Wir haben vorher noch Urlaub und der geht vor. Genau lässt sich das noch nicht abschätzen, da wir erst sehen müssen, wie sich Riekes Zyklus nach der letzten Schwangerschaft wieder normalisiert.
      Die Grüße richte ich ihr gerne aus, grüß du aber auch gerne unbekannterweise deinen Mann von mir.
      Alles Gute,
      Helge

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